10 verschiedene Typen von Fußballeltern

Im Kinderfußball sind sie einfach unverzichtbar, die Fußballeltern. Dabei können sie Fluch und Segen zugleich sein. Wir stellen euch einmal die Fußballeltern Typen vor, die wirklich jeder Trainer kennt.

Der Statistiker

Sie wissen einfach alles. Seit wann spielt ihr Sohn im Verein ? Wie haben wir gegen welchen Gegner gespielt ? Wie viele Tore hat ihr Sohn in der Saison 2017/2018 geschossen ? Wie viele Vorlagen hat er gegeben ?  Auch die Tabelle  haben sie genau im Blick. Was passiert wenn wir gewinnen und ein bestimmter Konkurrent verliert ? Dann könnten wir von Position A auf Position B rutschen aber müssten mit so und so viel Toren Unterschied gewinnen. Dieser Elterntyp lebt, liebt und unterstützt sein Kind aus voller Leidenschaft.


Es gibt aber auch eine negative Form von Statistikern. Nämlich wenn die genauen Einsatzzeiten ihrer Kinder und Mitspieler dokumentiert und verglichen werden, um damit dann den Trainer zur Rede zu stellen. Warum hat Daniel 1,5 Minuten länger gespielt als mein Niklas ? Das ist so unfair.


Der Kumpeltyp

Sie begegnen dir stets mit einer lockeren, offenen und freundlichen Art. Genauso locker sind sie auch im Umgang mit ihren Kindern, ohne den Respekt zu verlieren. Also insgesamt ein wirklich angenehmer Elterntyp, solange die "Kumpelbasis" nicht zu eng wird. Eine gewisse Distanz sollte hier immer gegeben sein, gerade um Vorurteile zu vermeiden, dass das Kind vom Kumpeltyp bevorzugt wird.


Der/Die Alleinerziehenden

Er/Sie kommen oft gestresst zum Training. Klar, sie müssen alles unter einen Hut zu bringen. Beruf, Fußball, Schule, Haushalt und vielleicht noch das Geschwisterchen. Eine Mammut Aufgabe und Respekt an alle Eltern, die diese Aufgabe tagtäglich meistern. Für diesen Typ von Fußballeltern ist es bezeichnend, das öfter mal was fehlt oder Termine einfach vergessen werden. Das liegt zumeist daran, das zwischen den getrennten Elternteilen nicht vernünftig kommuniziert wird.


"Hast du für das Turnier zugesagt ? Ich fahre da mit Paul weg. Das geht nicht."


Oder Paul hat seine Scheinbeinschoner vergessen, weil Papa sie nach dem letzten Turnier nicht in die Tasche für Mama gepackt hat. Außer das man stets mit beiden Elternteilen zu kommunizieren hat, sofern sich beide Parteien die Aufgaben teilen und man Termine vorsichtshalber immer zweimal ansagt, ist dieser Elterntyp relativ unkompliziert.


Die Verplanten

Bei diesem Elterntyp steigt das Stresslevel des Öfteren in die Höhe. Die meisten Dinge muss man dreimal erzählen und sicherheitshalber noch ein viertes mal. Vor Turnieren sollte man am besten am Abend davor und morgens noch einmal schreiben, wann und wo der Wettkampf stattfindet und was sie in die Tasche packen sollen. Die Angst, dass sie trotzdem was vergessen, spielt immer mit.  Also diesem Elterntyp besser nicht die Trikots zum waschen mitgeben :)


Der Eltern Trainer

Eine leider immer noch häufig auftretende Spezies sind die Eltern Trainer. Sie sind bekannt dafür ihrem Kind vom Spielfeldrand Anweisungen zuzurufen. Doch leider häufig nicht nur dem eigenen Kind sondern auch den Mitspielern. Außerdem übernehmen sie zusätzlich noch die Rolle des Schiedsrichters. Sie kommentieren jede Aktion und beschimpfen auch gerne mal den Unparteischen, gegnerische Spieler, Trainer oder Eltern. Durch sie entsteht häufig Unruhe während des Spiels.  Zusätzlich werden Ein-und Auswechslungen und Formation ausgewertet. Im Endeffekt hätte der Eltern Trainer es alles anders und natürlich besser gemacht. Zusammenfassend ist dieser Elterntyp der Grund dafür, warum es auf manchen Fußballplätzen so übel zugeht. Den Eltern Trainer braucht niemand und wenn er doch auftauchen sollte, muss man diesen sofort den Wind aus den Segeln nehmen und klare Regeln geben. Konsequentes Handeln des Trainers ist hier das A und O.


Die Holer und Bringer

Dieser Fußballeltern Typ ist wie ein Phantom und man tritt persönlich kaum in Kontakt. Diese Eltern interessieren sich nicht wirklich für das Hobby ihres Kindes oder sie haben schlichtweg keine Zeit. Auf jeden Fall sieht man sie nur wenn sie ihr Kind aus dem Auto lassen oder wieder einsammeln. Kommunikation ist nur per Telefon möglich. Grundsätzlich treten mit diesem Elterntyp keine Probleme auf. Wie auch ? Man sieht sie ja nicht :) 


Die Überehrgeizigen

Sie lassen kein Training aus, nehmen an jedem Turnier oder Spiel teil, nehmen Individualtraining für ihr Kind, trainieren privat zu Hause, passen die Ernährung dem Sport an und richten ihren Urlaub nach den Fußballterminen ihres Kindes aus. Man könnte also meinen: Perfekt, besser geht es nicht. Jedoch darf man nicht vergessen, das wir immer noch von Kindern sprechen und durch zu viel Druck und Verzicht auch schnell der Spaß an der eigentlichen Leidenschaft verloren gehen kann.


Die Desinteressierten

Sie sind ähnlich wie die Holer und Bringer, nur das sie tatsächlich auch vor Ort sind. Trotzdem interessiert Fußball zu 0,0 %. Sie tun es nur ihrem Kind zuliebe und hoffen insgeheim, dass die Leidenschaft zum Fußball nur eine kindliche Phase ist. Termine an den Wochenenden sind für sie ein Graus und deshalb kommen von diesem Elterntyp auch die häufigsten Absagen. Dafür meistens aber sehr originell. Da feiert man schon mal den zweiten Geburtstag vom Meerschweinchen. Ist doch total verständlich :)


Die Fürsorglichen

Auch sie sind meistens bei jedem Training dabei. Nicht weil sie so fußballinteressiert sind, sondern um zu schauen, ob es dem Kind wirklich gut geht bzw. zur Sicherheit falls irgendwas sein sollte. 


"Niklas setze dir bitte noch eine Mütze auf und vergesse dein Tuch nicht für den Hals (bei 15 Grad und Sonne). Hast du dein Trinken dabei ? Bitte alle 5 Minuten einen Schluck nehmen, sonst dehydrierst du."


So ungefähr sieht die Kommunikation von den sehr fürsorglichen Eltern aus (zumeist Mütter). Am liebsten würden sie ihre Kinder mit Hockeyausrüstung austatten, damit nichts passieren kann. Wenn dann noch das Kind gefoult wird und weint, dann sind die Eltern schneller auf dem Platz, als man gucken kann und weinen fast mit. Was für ein brutaler Sport.  Dieser Elterntyp ist zum einen wirklich amüsant aber zum größten Teil sehr anstrengend durch die übertriebene Fürsorge. 


Die Selbstdarsteller

Dieser Elterntyp, in den meisten Fällen Väter, sind gefühlt ehemalige Fußballprofis, zumindest vom Erzählen. In Wirklichkeit sind es aber die typischen Kreisligalegenden. Trotzallem wissen sie alles über den Fußball und versuchen sich mit dir auch oft darüber auszutauschen. Teilweise ähneln sie sich mit dem Typ "Die Eltern Trainer". Wobei der Selbstdarsteller sich auch zurückhalten kann und nur in Gesprächen mit anderen Eltern oder privat mit dem Trainer erzählt, dass er unglaubliche Ahnung hat. In jedem zweiten Satz hört man: "Du weißt ja, ich habe ja selbst 30 Jahre Fußball gespielt. Ich weiß wie es läuft."



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